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Rechtsanwältin Tanja Nauschütz im Gespräch über Cyberrisiken

Rechtsanwältin Tanja Nauschütz spricht im FOCUS-Interview über die Risiken von Phishing und Cyberkriminalität und gibt wertvolle Tipps zum Schutz vor Online-Betrug.

In einem aufschlussreichen FOCUS-Interview erklärt Rechtsanwältin Tanja Nauschütz die Herausforderungen, die im digitalen Raum auf uns warten. Angesichts der zunehmenden Bedrohungen durch Cyberkriminalität ist es wichtiger denn je, sich mit effektiven Schutzmaßnahmen vertraut zu machen. In diesem Artikel sehen wir uns an, welche Schritte Sie unternehmen können, um sich und Ihre Daten zu schützen.

1. Phishing erkennen und vermeiden

Phishing ist eine der häufigsten Formen der Cyberkriminalität. Es handelt sich um betrügerische Versuche, an persönliche Daten zu gelangen, meist durch gefälschte E-Mails oder Webseiten. Nauschütz rät dazu, immer skeptisch zu bleiben, wenn eine Nachricht dringlich wirkt oder persönliche Informationen einfordert. Überprüfen Sie die URL von Webseiten und die Absenderadresse von E-Mails. Oftmals sind subtile Unterschiede zu erkennen, die auf einen Betrug hinweisen.

2. Die Bedeutung starker Passwörter

Ein starkes Passwort ist eine der grundlegendsten Maßnahmen zum Schutz Ihrer Online-Konten. Tanja Nauschütz betont, dass einfache Passwörter leicht zu knacken sind. Verwenden Sie Kombinationen aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen und wechseln Sie diese regelmäßig. Außerdem empfiehlt es sich, für verschiedene Konten unterschiedliche Passwörter zu verwenden. Passwortmanager können hier hilfreich sein, um die Sicherheit zu erhöhen und die Verwaltung zu erleichtern.

3. Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ist eine zusätzliche Sicherheitsebene, die über das reine Passwort hinausgeht. Nauschütz erklärt, dass diese Methode selbst bei einem geknackten Passwort den Zugang zu Ihrem Konto erschwert. Bei der Aktivierung müssen Nutzer typischerweise neben ihrem Passwort einen weiteren Sicherheitscode eingeben, der meist per SMS oder in einer Authentifizierungs-App gesendet wird. Auf diese Weise wird es Cyberkriminellen erheblich schwerer gemacht, auf Ihre Daten zuzugreifen.

4. Software regelmäßig aktualisieren

Ein weiterer wichtiger Punkt beim Schutz vor Cyberangriffen ist das regelmäßige Aktualisieren Ihrer Software. Viele Angreifer nutzen Sicherheitslücken in veralteten Programmen aus. Rechtsanwältin Nauschütz erklärt, dass sowohl Betriebssysteme als auch Apps regelmäßig auf die neuesten Versionen aktualisiert werden sollten. Diese Updates enthalten häufig nicht nur neue Funktionen, sondern auch wichtige Sicherheitsverbesserungen, die Sie vor Bedrohungen schützen.

5. Auf sichere Internetverbindungen achten

Die Nutzung öffentlicher WLAN-Netzwerke kann riskant sein. Tanja Nauschütz warnt davor, sensible Daten über ungesicherte Verbindungen zu übertragen. Wenn möglich, verwenden Sie eine VPN-Verbindung, die Ihre Daten während der Übertragung verschlüsselt. Dadurch wird es für Cyberkriminelle erheblich schwieriger, Ihre Daten abzufangen und zu stehlen.

6. Bewusstsein für Betrugsversuche entwickeln

Ein erhöhtes Bewusstsein für mögliche Betrugsversuche kann enorm helfen, sich zu schützen. Informieren Sie sich über aktuelle Betrugsmaschen und sensibilisieren Sie sich für die Anzeichen von möglichen Angriffen. Rechtsanwältin Nauschütz empfiehlt, bei Verdacht, dass man Opfer eines Betrugs geworden ist, sofort zu handeln, etwa indem man sein Passwort ändert oder die Polizei informiert.

7. Hilfe von Experten in Anspruch nehmen

Wenn Sie unsicher sind, wie Sie sich am besten schützen können, scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Nauschütz betont, dass es viele Ressourcen gibt, die Ihnen helfen können, Ihre digitale Sicherheit zu verbessern. Ob durch Online-Kurse, Beratungsangebote oder Fachliteratur – das Wissen um die Risiken und deren Vermeidung ist ein wesentlicher Schritt zum Schutz vor Cyberkriminalität.

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